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Das digitale Wissenschaftsprogramm für Sie

Holen Sie sich die VHS nach Hause!
Live gestreamt aus der Volkshochschule in München

Aktuelle Themen aus Medien, Politik, Digitalisierung und Wirtschaft kommen jetzt direkt zu Ihnen nach Hause. Nehmen Sie online Teil an Vorträgen und Gesprächen von renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Medien, stellen Sie im Live-Chat fragen und diskutieren Sie mit. Alles was Sie brauchen, ist ein internet- und videofähiges Gerät.

Jetzt NEU ab dem Herbstsemester 2020/21: Vier Termine speziell für Kinder und Jugendliche!

Wie funktioniert's?

Melden Sie sich unverbindlich für die kostenlose Teilnahme online an. Alle Themen und Termine finden Sie direkt auf dieser Seite. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail einen Link zum Livestream, der zur angegebenen Uhrzeit startet.

Das kommende Programm im Überblick

Alle Details finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Michael Butter
Verschwörungstheorien: Charakteristika - Funktionen - Folgen
Dienstag, 01.12.2020, 19:30 - 21:00 Uhr

Jan Assmann
Das Zeitalter des Glaubens
Donnerstag, 10.12.2020, 19:30 - 21:00 Uhr

Tobias Elsäßer
Play (ab 14 Jahren)
Freitag, 11.12.2020, 17:00 - 18:30 Uhr

Lena Kampf und Georg Mascolo
Journalismus statt Panik - von der besonderen Aufgabe und Verantwortung der Medien in besonderen Zeiten
Dienstag, 15.12.2020, 19:30 - 21:00 Uhr 

Thomas Bauer
Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert.
Dienstag, 12.01.2021, 19:30 - 21:00 Uhr 

Thomas Bauer
Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient
Freitag, 15.01.2021, 19:30 - 21:00 Uhr 

Silke Schlichtmann
Lesung aus der "Mattis"-Reihe (ab 7 Jahren)
Sonntag, 17.01.2021, 17:00 - 18:30 Uhr

Benjamin und Christine Knödler
Young Rebels - 25 Jugendliche, die die Welt verändern (ab 10 Jahren)
Freitag, 19.02.2021, 17:00 - 18:30 Uhr


Verschwörungstheorien: Charakteristika - Funktionen – Folgen

Dienstag, 01. Dezember 2020, 19:30 - 21:00 Uhr
Michael Butter

Verschwörungstheorien sind derzeit in aller Munde und scheinbar überall. Doch was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen an sie? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Kehren sie langsam in die Mitte der Gesellschaft zurück? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen.

Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er hat in Freiburg, Norwich und Yale Anglistik, Germanistik und Geschichte studiert, wurde 2007 in Bonn promoviert und habilitierte sich 2012 in Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Verschwörungstheorien die frühe amerikanische Literatur, der Hollywoodfilm und zeitgenössische Fernsehserien. Er koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem über 150 WissenschaftlerInnen aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind. Im März 2018 erschien in der Edition Suhrkamp "Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien".


Das Zeitalter des Glaubens - Aufstieg und Niedergang der uns vertrauten Form von Religion

Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19:30 - 21:00 Uhr
Jan Assmann

Das „Zeitalter des Glaubens“ begann mit der Emanzipation der Religion vom Staat um 500 v.Chr. im frühen Judentum und begann zu verblassen mit der Emanzipation des Staates von der Religion im 18. und 19. Jh. Diese Geschichte behandelt der Vortrag aus dem Gesichtspunkt der Ägyptologie, die es mit einer Kultur zu tun hat, die dem Zeitalter des Glaubens vorausging und deren Wiederentdeckung seit der Renaissance zum Ende dieses Zeitalters beiträgt.

Jan Assmann ist Professor em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg und Professor für allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1998), dem Sigmund- Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Aleida Assmann, 2018).


Play (ab 14 Jahren)

Freitag, 11. Dezember 2020, 17:00 - 18:30 Uhr
Tobias Elsäßer

Was würdest du tun, wenn es eine App gäbe, die deine Zukunft vorausberechnen kann? Du fütterst sie mit deinen Daten, gewährst Zugang zu deinen Social-Media-Kanälen – und erfährst, wie dein Leben verlaufen wird. Jonas weigert sich, das Ergebnis zu akzeptieren. Er ist gerade mit der Schule fertig und kann es kaum erwarten, sein eigenes Leben zu beginnen. Als das Programm ihm vorhersagt, dass er dieselben Fehler wie sein verhasster Vater machen wird, beschließt er, das Schicksal zu durchkreuzen: Sei unberechenbar! Mit der wildfremden Sun trampt er nach Norden und sucht das Abenteuer. Von dem kämpferischen Mädchen lernt er, das Leben selber in die Hand zu nehmen. Aber Sun verfolgt einen eigenen Plan.

Überwachung in Zeiten der Digitalisierung. Darüber möchte Tobias Elsäßer mit dem Publikum diskutieren. Was steckt hinter Big Data? Wie funktioniert die Selektion und Prädiktion von Algorithmen? Ist die zielgenaue Manipulation von Menschen möglich? Was darf ein Staat oder ein Konzern und was nicht? Sind Google und Co tatsächlich dazu in der Lage, unsere Zukunft vorherzusehen? Tobias Elsäßer ist in der vierten Klasse wegen einer Fünf in Deutsch sitzen geblieben, seine Lehrerin kann bis heute nicht glauben, dass er Bücher schreibt. Der Autor ist somit der lebende Beweis dafür, dass jeder das Schreiben erlernen kann und möchte dies an die Zuhörerinnen und Zuhörer weiter geben. Da Tobias Elsäßer nicht nur leidenschaftlicher Autor, sondern auch Vollblutmusiker ist, hat die Musik einen großen Einfluss auf seinen Schreibprozess. Um das Publikum bei seinem Weg zum Schreiben und an der Verbindung zwischen Musik, Sprache und Rhythmus teilhaben zu lassen, spielt er bei seinen Lesungen ein bis zwei Songs, die während der Arbeit an Play entstanden sind und erzählt von seinem Schreibprozess. Im Anschluss können Fragen per Chat gestellt werden.

Tobias Elsäßer ist Autor, Musiker und Songwriter. Zunächst als Sänger in der Musikbranche tätig, veröffentlichte er 2004 den autobiografisch gefärbten Debütroman Die Boygroup. Heute schreibt und komponiert er und leitet Schreibwerkstätten und Songwriter-Workshops. Seine Kinder- und Jugendromane wurden vielfach ausgezeichnet, für Play erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Er lebt in Stuttgart.


Journalismus statt Panik – von der besonderen Aufgabe und Verantwortung der Medien in besonderen Zeiten

Dienstag, 15. Dezember 2020, 19:30 - 21:00 Uhr
Lena Kampf und Georg Mascolo

Nachrichtensendungen wie die Tagesschau und Zeitungen wie die SZ sind gerade in Krisenzeiten gefragt. Gleichzeitig nutzen Verschwörungstheoretiker und Extremisten jede Möglichkeit, um ihre radikalen Botschaften via Internet zu verbreiten; mit dem Ziel, die Gesellschaft zu spalten. Das beste Gegenmittel ist eine glaubwürdige, besonnene Berichterstattung in jenen Medien, in denen Journalistinnen und Journalisten jeden Tag aufs Neue um die Wahrhaftigkeit ringen. Mit dem Ziel, nach anerkannten Qualitätsstandards bestmöglich zu informieren.

Georg Mascolo leitet die Recherchekooperation von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR, für die Lena Kampf aus Berlin berichtet.

1964 in Stadthagen geboren, begann Georg Mascolo seine Karriere 1988 für “Spiegel-TV“. 1992 folgte der Wechsel zum Magazin „Der Spiegel“, wo er als Leiter des Ressorts „Deutschland II“ sowie als politischer Korrespondent in den USA arbeitete. Von 2008 bis 2013 war Mascolo Chefredakteur des „Spiegel“. Aufsehen erregte u.a. sein Gespräch mit Edward Snowden 2013 in Moskau über dessen Enthüllungen in der NSA-Affäre. Seit 2014 ist Mascolo Leiter der Recherchekooperation von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.


Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert.

Dienstag, 12. Jänner 2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Thomas Bauer

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.


Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient

Freitag, 15. Jänner 2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Thomas Bauer

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten.
Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.   

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Lesung aus der "Matthis"-Reihe (ab 7 Jahren)

Sonntag, 17. Jänner 2021, 17:00 - 18:30 Uhr
Silke Schlichtmann

"Ich heiße Mattis Hansen. Ich bin acht Jahre alt. Und meine Mutter glaubt, ich werde ein Schwerverbrecher."

Mit ihrer Erstleserreihe über den aufgeweckten, pfiffigen Mattis, der stets neue Ideen auf Lager hat und es eigentlich immer gut meint, bringt Silke Schlichtmann, Vorlesekünstlerin des Jahres 2019, den verrückten Schulalltag nach Hause! Schlichtmanns Lesungen sind stets rhythmisiert und bestehen aus einem Wechsel von Lesestrecken und erzählenden Passagen. Die Autorin gewährt Kleinen und Großen Einblicke in den Entstehungsprozess der Bücher. Im Anschluss können Fragen per Chat gestellt werden.

Silke Schlichtmann, 1967 in Stade geboren, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, sowie Lektorin und lebt in München. 2015 erschien mit Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten ihr Debüt bei Hanser. 2016 folgte Pernilla oder Warum wir nicht in den sauren Apfel beißen mussten. Mit Bluma und das Gummischlangengeheimnis(2017) war sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Ihre neue Reihe für Erstleser startete 2019 mit Mattis und das klebende Klassenzimmerund Mattis und die Sache mit den Schulklos. Im Herbst 2019 folgte der dritte Band Mattis - Schnipp, schnapp, Haare ab!. 2019 wurde Silke Schlichtmann von Buchhändlern, Bibliothekaren und der IG-Leseförderung des Börsenvereins zur Lesekünstlerin des Jahres gewählt.


Young Rebels -  25 Jugendliche, die die Welt verändern (ab 10 Jahren)

Freitag, 19. Februar 2021, 17:00 - 18:30 Uhr
Benjamin und Christine Knödler

Sie kämpfen für die Umwelt, Minderheiten und Gleichberechtigung, und engagieren sich gegen die Waffenlobby, Diskriminierung und Korruption. 25 Jugendliche im Kampf für eine bessere Welt, porträtiert von Christine und Benjamin Knödler. Greta Thunberg ist 16, als sie mit ihrem Schulstreik für die Umwelt weltweite Klimaproteste auslöst. Der 14-jährige Netiwit Chotiphatphaisal gründet eine Zeitung, um sich in Thailand für Demokratie, Redefreiheit und eine Bildungsreform einzusetzen. Malala Yousafzai bloggt mit 11 Jahren von der Unterdrückung der Frauen in Pakistan. Und Felix Finkbeiner entwickelt in der 4. Klasse seine Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Jugendliche auf der ganzen Welt zeigen soziales Engagement und bewirken wegweisende Veränderungen. Ihre Entschlossenheit inspiriert uns alle.

Christine und Benjamin Knödler lesen abwechselnd aus den Porträts, zeigen Bilder, spielen Musik ein und berichten von ihrer Recherche. „Wann, wenn nicht jetzt?“ - Christine und Benjamin Knödler geben berührende Einblicke in die Beweggründe der Jugendlichen, die mit dem Publikum diskutiert werden.

Im Anschluss wird im Chat diskutiert: Welche Geschichten findet ihr besonders mutig und bemerkenswert? Wer ist für euch ein echtes Vorbild? Habt ihr ähnliche Ideen, wie ihr die Welt verändern könntet? Zusammen können viele weitere Ideen gesammelt werden. Denn jede noch so kleine Idee kann Großes bewirken, wenn wir den Mut haben, ihr zu folgen.

Christine Knödler, 1967 geboren, arbeitet als freie Journalistin, Kritikerin und Moderatorin. Sie schreibt und ediert für Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und den Deutschlandfunk. Im Hanser Kinderbuch hat sie mit Reinhard Michl Schnurren und Kratzen – Geschichten von Katzen (2013) herausgegeben.

Benjamin Knödler, 1991 geboren, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Journalist und arbeitet als Online-Redakteur bei der Wochenzeitung „der Freitag“.


Wie funktioniert's?

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