Führung Gedenkort Reichenau
Der lange geplante Gedenkort Reichenau wird nun endlich realisiert. Mehr als acht Jahrzehnte nachdem das NS-Regime tausende Menschen im 1941 eingerichteten „Lager Reichenau“ eingesperrt hat. Das Lager war zunächst als Auffanglager für italienische Zivilarbeiter gedacht. Doch unter dem Kommando der Gestapo verwandelte es sich bald zu einem barbarischen Ort von Quälerei, Folter und Mord. Aus vielen Teilen Europas verschleppte Zwangsarbeiter, politische Gefangene, Juden und andere verfolgte Gruppen sowie Personen, die man als „arbeitsscheu“ oder „vagabundierend“ einstufte, wurden hier gefangen gehalten. Unter unmenschlichen Bedingungen wurden sie zu schwerer und gefährlicher Arbeit gezwungen. Viele davon überlebten die Lagerhaft nicht. Derzeit sind 115 Opfer namentlich bekannt. Unzählige wurden in andere KZs wie Dachau, Mauthausen oder Auschwitz weitertransportiert. Bei einer Führung vor Ort reden wir über die historischen Hintergründe sowie über die Umsetzung des neuen „Gedenkorts Reichenau“.